Arina Frölich
Kymbali Williams ist eine Multi-Instrumentalistin, Produzentin, Komponistin und interdisziplinäre Performancekünstlerin, die zwischen Estland und der Schweiz lebt. In ihrer Arbeit erforscht sie die Schnittstellen von Klang, Bewegung und audiovisuellem Raum und verwebt dabei Stimme, Klage, Erinnerung und ortsspezifische Performance miteinander. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen psychogeografische Methoden, die das Gehen und das Verharren als Formen der Erforschung von Trauer und verkörperter Erinnerung betrachten. Durch bewusstes Umherwandern und längere Phasen der Unbeweglichkeit an ausgewählten Orten untersucht sie, wie Landschaft und Wetter Trauer, Erinnerung und Verbindungen zu abwesenden Präsenzen aktivieren. Ihre performativen Audio-Spaziergänge führen die Teilnehmer*innen mittels Spoken Word und genreübergreifender Klanglandschaften durch städtische und ländliche Landschaften und fungieren als eine Form, Menschen durch Orte zu „singen“. Verwurzelt in der Psychogeografie und der Verkörperungsforschung verwandeln diese ortsspezifischen Arbeiten Fußgängerrouten in intime Hörerlebnisse. Zu ihren jüngsten Kooperationsprojekten zählen „Border EUphoria“ (steirischer herbst), „Hundertachtzig 180“ (Treibstoff Theatertage Basel), „Gardeenia“ (Estonian Youth Theatre) und „Five Gestures Towards...“ (elektron.art). Sie war Artist-in-Residence in der Roten Fabrik (Okt.–Dez. 2024). Bei Nairs wird sie sich der Arbeit mit der umgebenden Berglandschaft widmen, die als Reflektor und Verstärker für ihren Gesang und ihre körperliche Praxis dient. Sie wird ihre künstlerische Praxis dokumentieren, um ein Mini-Archiv ihrer kreativen Erkenntnisse zu schaffen, während sie gemeinsam mit Arina Frölich und Martha Mutapay durch Rituale nach Fürsorge und Freundschaft forscht und diese praktiziert.