Haruka Fujita (JP, 1970)
Haruka Fujita wurde in Tokio geboren. Schon früh entwickelte sie eine tiefe Faszination für das Licht – eine Quelle kreativer Inspiration, die ihr künstlerisches Schaffen bis heute prägt. Ihr Bruder, der später Astronom wurde, öffnete ihr den Blick für zwei poetische Wahrheiten: «Das Licht der Sterne in der Dunkelheit stammt aus einer längst vergangenen Zeit» und «Auch am Tag sind die Sterne da – nur vom Sonnenlicht verborgen.» Fujita verbindet Kunst und Wissenschaft, insbesondere durch die Auseinandersetzung mit optischen Theorien. Ihr Werk widmet sich dem Unsichtbaren und den übersehenen Phänomenen des Alltags. Mit ungewöhnlichen Materialien wie Nähnadeln, Seifenblasen oder Spiegeln erschafft sie Werke, die vertraute Wirklichkeit neu erfahrbar machen. Ihr Studium absolvierte sie an der Tokyo Zokei University und an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand – ein prägender Austausch, der ihr Interesse an den kulturellen Parallelen zwischen Ost und West vertiefte. 2022 wurde Fujita mit dem renommierten TIFA Photography Award in der Kategorie Wissenschaft ausgezeichnet. Zu ihren wichtigsten Ausstellungsbeteiligungen zählen die Teilnahme am italienischen Pavillon der Biennale von Venedig (Sektion Akademien) im Jahr 2011 sowie eine Einzelausstellung im Palazzo Crivelli während des Fuori Salone in Mailand im Jahr 2007. Ihre Skulpturen Rainbow und Cosmos sind als permanente Installationen in Tokio zu sehen.